Tierarztpraxis Chr. Bauer, Margeritenstr. 16 , 37412 Herzberg am Harz, Tel. 05521 / 3077,  Mobil 0172-3661725

 

 

HD / Hüftgelenksdysplasie

Dies ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks die großteils Genetisch bedingt ist. Auch die Haltung und Fütterung der Tiere kann die Erkrankung beeinflussen. Der Gelenkkopf des Oberschenkelknochens passt nicht genau in die Gelenkspfanne der Hüfte. Die Fehlbildung tritt meist beidseitig auf.

Die HD bildet sich in den ersten 15 Monaten aus. Viele Hunde weisen trotz HD keine, oder nur geringe Schmerzen auf. Die Schmerzen entstehen durch die abnorme Beweglichkeit der Gelenke, bei älteren Tieren werden die Schmerzen überwiegend durch eine übermäßige Abnützung  der Gelenke ( Arthrose ) verursacht.

Bei leichten Formen können die Hinweise auf die Erkrankung völlig fehlen. Generell sollte man auf ein gleichmäßiges Gangbild des Hundes achten. Sollten hier Auffälligkeiten bestehen, ist durch eine röntgenologische Untersuchung abzuklären, ob eine HD besteht und in welcher Ausprägung. Vorsorglich sollte man bei der Ernährung von Junghunden ist auf ein optimales Calzium : Phosphor Verhältnis ( 1:1 ) zu achten. Daher sollte man Fertigfutter für Junghunden keinen Futterkalk beimengen. Auch eine angepasste Energie- und Proteinzufuhr ist von Bedeutung. Ein zu schnelles Wachstum und ein zu hoher Calzium-Gehalt kann eine HD begünstigen.

Ein Junghund sollte nicht über- und nicht unterfordert werden. Beim spielen mit anderen Hunden auf ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis achten. Lange Wanderungen, Fahrradtouren und reichlich Treppesteigen sollte vermieden werden. Aufgaben wie Apportieren und Frisbee kann durch die Belastung beim abrupten abstoppen problematisch sein. Hier können Microläsionen gesetzt werden.

Therapiemöglichkeiten:

Konservativ durch Verabreichung von Chondroprotektiva ( Knorpelaufbaupräparate ), Homöopathische Präparate, Goldakkupunktur, Physiotherapie, Analgetika.

Chirurgisch: DBO ( Dreifache Beckenosteotomie ). Hier werden die drei Beckenknochen

Os ilium, Os Ischium und Os Pubis um das Acetabulum ( Gelenkspfanne ) herum voneinander getrennt und nach Rotation der Gelenkspfanne in eine Position gebracht die den Femurkopf überdacht und fixiert. Ziel der Op ist es die Instabilität des Gelenks komplett zu beseitigen.

Auch ein Ersatz des Hüftglenks durch eine Prothese ist möglich.

Bei der dorsalen Denervation des Hüftgelenks wird eine Durchtrennung der Nerven am Hüftgelenk vorgenommen und somit eine Schmerzauschaltung durch Unterbrechung der Reizweiterleitung  erreicht.