Tierarztpraxis Chr. Bauer, Margeritenstr. 16 , 37412 Herzberg am Harz, Tel. 05521 / 3077,  Mobil 0172-3661725

 


Kastration Rüde

Bevor man einen Rüden kastrieren lässt, sollte man wissen, dass es inzwischen die Möglichkeit gibt den Hund mittels eines Implantates, welches unter die Haut gespritzt wird, für die Dauer von einem halben bis einem Jahr chemisch zu kastrieren.

In dieser Zeit hat man die Möglichkeit zu sehen, ob eine Kastration das vorliegende Problem auch beseitigt. Dies ist besonders bei Verhaltensauffälligkeiten sinnvoll.

Es gibt jedoch auch Fälle, die von vorneherein für eine Kastration geeignet sind. z.B wenn der Rüde bei jeder heißen Hündin leidet und die Nahrungsaufnahme verweigert, oder der Rüde ständig ausreißt und einen Unfall verursachen könnte.

Nach der Kastration wird der Rüde meist etwas ruhiger, jedoch nicht träge. Es ist allerdings zu bedenken, dass der Grundumsatz an Energie den er benötigt, sinkt. Daher ist es sinnvoll, die Futterration ein wenig zu kürzen. Andernfalls haben sie irgendwann ein Moppelchen. 

Die Kastration des Rüden ist ein relativ unkomplizierter Eingriff. Durch einen kleinen etwa 2 - 3 cm großen Hautschnitt, direkt vor dem Hodensack, werden beide Hoden entfernt. Danach wird die Wunde vernäht. 10 Tage darf Ihr Hund nicht an der Wunde lecken, sonst kann es zu Infektionen kommen. Nach der Operation wird sich Ihr Hund schnell wieder erholen.

Kastration Hündin

Die Kastration der Hündin ist ein etwas größerer Eingriff. Ähnlich wie bei der Katze werden hier die Ovarien, oder die Ovarien und der Uterus entfernt. Welche Methode gewählt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Anschließend bekommt die Hündin einen Body als Leckschutz um. 

 

Für die Kastration einer Hündin sprechen:

- Schutz vor ungewollter Trächtigkeit

- Schutz vor Mammatumoren 

- Verhinderung von Scheinträchtigkeiten

- Vermeidung von altersbedingten Erkrankungen an den Ovarien, b.z.w. Uterus ( Zysten, Gebärmuttervereiterungen )

Gegen eine Kastration sprechen:

- Harnincontinenz ( Harnträufeln ), welches durch entsprechende Medikamente gut zu therapieren ist.

- Wollhaarbildung, Ausbildung von Teddyfell bei manchen Hunden. Diese Veränderung tritt bei frühkastrierten Hündinnen seltener auf.

- gesteigerte Aggression bei dominanten Hündinnen, die nach der ersten Hitze kastriert werden.

- verstärkte Gewichtszunahme, durch niedrigeren Grundumsatz 

Die Entscheidung, ob eine Kastration sinnvoll und nötig ist sollte gut überlegt werden.