Tierarztpraxis Chr. Bauer, Margeritenstr. 16 , 37412 Herzberg am Harz, Tel. 05521 / 3077,  Mobil 0172-3661725

 


Narkose bei Meerschweinchen, Kaninchen und Co.

Eine Narkose stellt für jedes Tier eine Belastung dar. Deshalb ist es besonders wichtig, bestimmte Punkte vor, während und nach einer Narkose zu beachten.

Je stabiler der Gesundheitszustand vor einer Operation ist, desto besser stecken die kleinen Patienten den Eingriff weg. Selbst größere chirurgische Eingriffe werden, bei entsprechend guter Konstitution, ohne größere Probleme durchstanden. Wie zum Beispiel bei Kaiserschnitten und Tumoren. Wichtig ist hierbei: je schneller man den Tierarzt aufsucht, desto größer die Chancen das Tier zu retten. Je weiter die körperliche Entkräftung des Tieres fortgeschritten ist, umso größer ist das Risiko bei einem chirurgischen Eingriff.

Ein Futterentzug vor dem Eingriff ist nicht nötig. Dem Tier sollte sogar während der Fahrt zum Tierarzt Heu und Karotte angeboten werden. Dies deckt den nötigen Energiebedarf.

Während und nach dem Eingriff müssen die Tiere warm gehalten werden ( Wärmestrahler, Heizkissen o.ä.). 

Spätestens nach 6 Stunden sollten die Tiere selbstständig fressen, ansonsten muss zwangsgefüttert werden.  z.B. ( Critical Care Fine Grind )

Heute sind bei Nagern besonders die vollständig antagonisierbaren Injektionsnarkosen beliebt, hier wird den Tieren ein Gegenmittel verabreicht damit sie schnell wieder wach sind. Dadurch wird das Narkoserisiko stark minimiert.

In meiner Praxis arbeite ich mit einer sehr schonenden Narkosetechnik bei der selbst größere Eingriffe, wie Kastrationen weiblicher Tiere ohne Probleme durchgeführt werden können.

Sollte ein Tier nach einem besonders schweren Eingriff doch einmal intensive Betreuung benötigen, wird es stationär intensiv versorgt, bis sicher ist, dass keine Komplikationen mehr zu erwarten sind.